proCOC

proCOC - Zürcher Prostatakrebs Kohortenstudie

Prostatakrebs ist bei Männern die mit Abstand häufigste Krebsart und die zweithäufigste Krebs-Todesursache. Typisch für den Prostatakrebs ist sein unterschiedliches biologisches Verhalten. Der Tumor kann wenig aggressiv und damit nicht behandlungsbedürftig sein, sich aber auch aggressiv verhalten und zum Tode führen. Zum Zeitpunkt des Feststellens des Tumors ist jedoch sein biologisches Verhalten leider kaum einschätzbar. Trotz intensiver Erforschung dieser Erkrankung sind viele Fragen, insbesondere im Bereich der Diagnose (Feststellen der Erkrankung) und Prognose (Vorhersagbarkeit des Krankheitsverlaufes), unbeantwortet geblieben.

Mit dieser vorerst im Kanton Zürich angesiedelten Studie versuchen wir die Aussagen über den Krankheitsverlauf von Männern mit einem lokalisierten Prostatakarzinom zu verbessern. Neben den Tumoreigenschaften erfassen wir die Krankheitsverläufe - Lebensqualität, Komorbiditäten, Mortalität - sorgfältig. Dies erlaubt uns Vor- und Nachteile der verschiedenen Behandlungsmethoden zu untersuchen.

Gleichzeitig sammeln wir von allen Patienten Prostatagewebe, Blut und Urin. Damit können wir die klinischen Relevanz von Biomarkern prüfen. Biomarker ermöglichen unter Umständen Aussagen über das biologische Verhalten des Tumors und den Krankheitsverauf eines einzelnen Patienten.

Die Resultate dieser Studie werden helfen, die Patienten bei der Wahl der Therapie besser zu beraten. Die Studie dauert mindestens 10 Jahre. Die Ausdehnung dieser Studie auf die gesamte Schweiz ist geplant.